Am Montagabend stand für Team #1 das Nachholspiel in der Regionalliga West bei der SG Langenfeld an. Anpfiff war um 20 Uhr in Langenfeld, eine eher ungewohnte und unter der Woche nicht ganz optimale Uhrzeit für die Hertenerinnen. Dennoch war die Zielsetzung klar formuliert: Drei Punkte sollten mit nach Hause genommen werden. Während Langenfeld aktuell auf einem Abstiegsplatz steht, rangiert Herten auf dem dritten Tabellenplatz und ging somit als Favorit in die Partie. Trotz der klaren Rollenverteilung war allen bewusst, dass solche Spiele ihre eigenen Herausforderungen mit sich bringen.

Herten startete konzentriert in den ersten Satz und konnte sich direkt einige Punkte Vorsprung erspielen. Mit druckvollen Aufschlägen setzte man die Gastgeberinnen früh unter Druck. Doch eine kurze Schwächephase mit einigen Eigenfehlern brachte Langenfeld zurück ins Spiel und der Abstand wurde kleiner und kleiner. Herten reagierte mit einem Wechsel und brachte Joline Schlotmann auf Außen, die ihren Job hervorragend machte und gute Punkte erzielte. Wieder im Rhythmus, behielt Herten in der Schlussphase die Nerven und sicherte sich den ersten Satz mit 25:23.

Im zweiten Durchgang zeigte sich, dass Langenfeld nun auch in der Partie angekommen war. Die Punkte gingen hin und her, kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Herten hatte zwar gute Aktionen, doch im Angriff fehlte phasenweise die letzte Konsequenz. Statt mutig abzuschließen, wurde mitunter zu sehr auf Sicherheit gespielt, wodurch der Gegner kaum nachhaltig unter Druck geriet. Beim Stand von 17:17 begann langsam die heiße Phase des Satzes. Es entwickelte sich ein regelrechter Krimi. Sieben Satzbälle der Gastgeberinnen konnte Herten zunächst abwehren, kämpfte leidenschaftlich um jeden Ball. Am Ende hatte Langenfeld jedoch das bessere Ende für sich und gewann den umkämpften Satz mit 29:27.

Im dritten Satz zeigte Herten die richtige Reaktion. Mit neuer Konzentration und mehr Risikobereitschaft im Angriff übernahm Team #1 wieder die Kontrolle. Die Angriffe wurden, vor allem von Brenda Malik, konsequent und druckvoll abgeschlossen, immer wieder aber auch clever platziert. Langenfeld war in vielen Situationen einen Schritt zu spät, sodass Herten sich Stück für Stück absetzen konnte. Der Satz ging schließlich verdient mit 25:21 an den TuS.

Im vierten Satz zeigte Team #1 schließlich seine ganze Klasse. Auf Hertener Seite funktionierte nahezu alles, während Langenfeld zunehmend den Zugriff auf das Spiel verlor. Auch die Blockarbeit war in dieser Phase herausragend und sorgte für wichtige direkte Punkte sowie einfache Anschlussaktionen. Früh erspielte sich Herten eine komfortable Führung, die über den gesamten Satz hinweg souverän verteidigt wurde. Mit einem deutlichen 25:16 machte das Team den 3:1-Auswärtssieg perfekt.

Unterm Strich stehen drei wichtige Punkte für den TuS Herten. Auch wenn der zweite Satz vermeidbar gewesen wäre, zeigte die Mannschaft eine reife Leistung und bewies, dass sie auch unter ungewohnten Bedingungen fokussiert bleiben kann. Mit einem 3. Tabellenplatz trat Team 1 entsprechend zufrieden die Heimreise an.