25. November 2025
Samstag: Pflichtaufgabe souverän gelöst
Im Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht aus TSV Bayer 04 Leverkusen II gab Trainer Florian Rieck eine klare Ansage: „Je schneller wir hier durch sind, desto mehr Körner haben wir für morgen.“
Für den TuS starteten Kuipers, Laame, Schlotmann, Pospiech, Taube, Arifi und Mujovic (L). Der erste Satz begann vielversprechend. Herten legte 3:0 vor, Leverkusen glich schnell zum 3:3 aus. Nun war Herten wieder an der Reihe, doch auch ein zweites Mal gelang es Leverkusen aufzuschließen. Ab dem 10:9 übernahm Team #1 dann aber endgültig das Zepter, setzte die Gäste mit guten Aufschlägen unter Druck und profitierte von zahlreichen Eigenfehlern. Das klare Ergebnis: 25:15. Im zweiten Durchgang machte Herten dem Gegner das Leben zunächst zu leicht. Gleich fünf Punkte schenkte man Leverkusen durch eigene Aufschlagfehler. Dennoch stabilisierte sich das Team, setzte sich ab dem 10:8 ab und nutzte dank guter Passverteilung viele Einerblock-Situationen effizient aus. Der komfortable Vorsprung ermöglichte mehrere Wechsel (Boss für Kuipers, Buse für Laame, Brust für Schlotmann, Malik für Pospiech), die nach kurzer Eingewöhnung gut funktionierten. Der TuS verwandelte direkt den ersten von vier Satzbällen – 25:20. Im dritten Satz legte Herten erneut stark los, doch Leverkusen blieb diesmal hartnäckig und glich immer wieder aus (15:15). Im Angriff zeigte Team #1 phasenweise zu wenig Konsequenz und suchte zu oft die halbdiagonale Richtung, genau dort, wo der Block wartete. Dennoch wurden viele Bälle auch clever gelöst. Am Ende setzte sich der TuS durch und machte den schnellen 3-Punkte-Erfolg mit 25:22 perfekt.
Sonntag: Ein schwieriger Abend in Paderborn
Nur einen Tag später stand eine der weitesten
Auswärtsfahrten an. Sonntagabend, 19:30 Uhr in Paderborn, eine
ungewohnte Spielzeit für Team #1.
In Satz 1 begannen Buse, Laame, Schlotmann, Pospiech, Boss, Arifi und Laubrock (L). Herten erwischte einen ordentlichen Start und führte 9:6, verlor den Rhythmus dann jedoch durch eine Aufschlagserie des Gegners und plötzlich stand es 9:11. Probleme in der Annahme führten dazu, dass im Angriff häufig die Möglichkeiten fehlten. Trotzdem blieb Herten dank guter Block- und Aufschlagaktionen bis zum 22:22 dran. Am Ende zog Paderborn jedoch den Längeren und gewann den Satz 22:25. Für Satz 2 kamen Kuipers für Buse und Malik für Schlotmann ins Spiel. Herten erspielte sich zunächst eine komfortable Führung (12:7), gab sie aber durch unnötige Eigenfehler und Abstimmungsprobleme wieder aus der Hand (15:15). Danach kämpfte sich der TuS zurück (18:15, 22:18) und hatte zweimal die Chance, den Satz zuzumachen. Doch erneut drehten starke Aufschläge und ein unglücklicher Blockkontakt das Blatt: 25:27 für VoR Paderborn. Der dritte Satz sollte die letzte Möglichkeit sein, Punkte mit nach Hause zu nehmen. Die Anspannung war deutlich spürbar. Nach einem besseren Start für Paderborn (1:4) fand Herten über starke Angriffe, vor allem von Brenda Malik, ins Spiel zurück und führte 13:10. Doch auch die Hauptangreiferin der Gastgeberinnen zeigte ihre Klasse, setzte mit ihrer unkonventionellen Technik im Angriff und einem hohen Block immer wieder Nadelstiche. Paderborn verteidigte herausragend, war an fast jedem Ball dran, und Herten fand zunehmend weniger Lösungen. Am Ende nutzten die Gastgeberinnen den dritten von vier Matchbällen und holten sich den Satz mit 22:25 und damit das Spiel.
Von sechs möglichen Punkten nimmt Herten an diesem Wochenende nur drei mit. Weniger als erhofft, aber angesichts der personellen Ausfälle nachvollziehbar. Jetzt heißt es: einmal tief durchatmen, Kräfte sammeln und in zwei Wochen wieder mit Vollgas angreifen.
Ein großes Dankeschön an alle Fans, die am Samstag die Knappenhölle zum Brodeln gebracht haben und teilweise sogar den weiten Weg nach Paderborn auf sich genommen haben. Ihr wart überragend!