Am vergangenen Samstag stand das erste Spiel der Rückrunde an. TuS Herten startete mit Swantje Buse im Zuspiel, Brenda Malik auf Diagonal, Sarah Brust und Joelle Pospiech auf Außen, Marike Boss und Gresa Arifi in der Mitte sowie Melina Laubrock als Libera in die Partie gegen den RSV Borken II.

Herten erwischte einen guten Start in den ersten Satz und konnte sich früh einen kleinen Vorsprung erarbeiten. Während die Gäste zunächst noch ins Spiel finden mussten, agierte Herten solide und konsequent. Bis zum Stand von 20:17 lief vor allem die Abwehrarbeit hervorragend.  Viele Bälle wurden gekratzt und so im Spiel gehalten. Ab diesem Zeitpunkt begann jedoch die Aufholjagd der Borkenerinnen. Mit starken Aufschlägen und clever platzierten Lobs drehten sie den Satz auf 20:21. Zusammen mit einigen vermeidbaren Fehlern auf Hertener Seite ging der Satz nach gutem Beginn leider mit 23:25 an die Gäste.

Im zweiten Satz reagierte Herten mit einem Bildwechsel: Sarah Kuipers kam für Swantje Buse ins Zuspiel und Tabea Taube ersetzte Marike Boss in der Mitte. Herten startete erneut stark und setzte sich zu Beginn direkt auf 7:1 ab. Die Eigenfehler wurden deutlich reduziert, zudem konnte die Mitte immer wieder erfolgreich ins Spiel eingebunden werden. Trotz guter Abwehrleistung fand Borken kaum Lösungen und lief konstant einem kleinen Rückstand hinterher. Zwar ließ Herten die Gegnerinnen kurz noch einmal herankommen, konnte den Satz am Ende aber souverän mit 25:21 für sich entscheiden.

Der dritte Satz verlief deutlich ausgeglichener. Beide Teams schenkten sich nichts und lieferten sich lange Ballwechsel. Vor allem Joelle Pospiech sorgte im Angriff immer wieder für Highlights, doch auch Borken zeigte sich aufmerksam und variabel. Beim Stand von 17:17 entwickelte sich ein spannendes Hin und Her, das sich bis zum 23:23 zog. Ein Aufschlagfehler der Borkenerinnen in der Crunchtime brachte Herten das nötige Momentum, um sich den dritten Satz mit 25:23 zu sichern.

Im vierten Satz startete Ajla Mujovic für Melina Laubrock als Libera. Bis zum 11:11 blieb das Spiel offen, ehe Herten sich mit einer starken Phase auf 17:11 absetzen konnte. Borken reagierte mit einer Auszeit und mehreren Wechseln – mit Erfolg. Druckvolle Aufschläge brachten die Annahme von Team #1 ins Wanken, und die eigenen Angriffe konnten nicht mehr konsequent verwertet werden. Währenddessen behielt Borken einen kühlen Kopf. Trotz einer 24:21-Führung musste Herten den Satz bitter mit 24:26 abgeben, sodass die Entscheidung im Tiebreak fallen musste.

Im fünften Satz sollte noch einmal alles in die Waagschale geworfen werden, denn dieses Spiel sollte in Herten bleiben. Doch Borken ging früh in Führung und ließ sich diese nicht mehr nehmen. Trotz aller Bemühungen und lautstarker Unterstützung von der Bank gelang es Herten nicht mehr, die nötige Energie zu mobilisieren. Euphorisiert vom unerwarteten Gewinn des vierten Satzes zeigte Borken im Entscheidungssatz das Quäntchen mehr Biss und entschied diesen mit 12:15 für sich.

Die erste Heimniederlage schmerzt, zumal ein Sieg durchaus möglich gewesen wäre. Allerdings zeigte auch der RSV Borken II eine starke Leistung und überließ wenig dem Zufall. Daher müssen wir den Gegnerinnen aus Borken zähneknirschend zu diesem verdienten Auswärtssieg gratulieren. Immerhin nimmt Herten einen wichtigen Punkt aus der Partie mit und jeder Punkt zählt.