3. Februar 2026
Am Samstag stand für Team #1 erneut ein Heimspieltag in der Knappenhalle an. Zu Gast war mit dem SV Blau-Weiß Aasee der aktuelle Tabellenzweite, der in den vergangenen Wochen einige Punkte gesammelt hatte. Nach der deutlichen Niederlage im Hinspiel war klar: Eine Wiederholung dessen sollte es nicht geben. Entsprechend hoch waren Motivation, Wille und Kampfgeist bei Team #1.
Der erste Satz begann zunächst holprig. Aasee fand mit druckvollen Aufschlägen besser ins Spiel und setzte sich schnell auf 5:1 ab. Eine frühe Auszeit von Trainer Florian Rieck zeigte jedoch Wirkung: Team #1 antwortete mit einer starken Fünf-Punkte-Serie und übernahm die Führung. Punkt für Punkt arbeitete sich Herten weiter nach vorne und fand vor allem über Emotionen und Einsatz ins Spiel. Die Mittelblockerinnen konnten den gegnerischen Block geschickt binden, sodass insbesondere über die Außenpositionen gepunktet werden konnte. Eine kurze Schwächephase beim Stand von 21:17 ermöglichte Aasee zwar noch den Ausgleich zum 23:23, doch der TuS behielt die Nerven und entschied den Satz mit 25:23 für sich.
Der zweite Durchgang verlief zunächst ähnlich. Erneut setzte Aasee mit starken Aufschlägen Akzente, Herten reagierte bei 2:6 mit einer Auszeit und kämpfte sich auf 7:6 heran. Bis zum 12:10 blieb Team #1 in Führung, ehe die Gäste den Druck im Aufschlag nochmals erhöhten. In Annahme und Abwehr fehlte machmal der entscheidende Schritt und auch im Angriff fanden die Hertenerinnen zu selten die cleveren Lösungen. Aasee nutzte dies konsequent aus und sicherte sich den Satz mit 25:19.
Im dritten Satz erwischte Herten zwar einen besseren Start, verlor jedoch schnell den Anschluss (von 4:3 auf 4:8 und später 8:14). Zu viele Aufschläge landeten im Aus oder im Netz und spielten den Gästen zusätzlich in die Karten. In der Auszeit beim Stand von 10:18 wurde das Team noch einmal motiviert, mit dem klaren Hinweis, dass sowohl die Mannschaft als auch die Fans voll hinter den Spielerinnen auf dem Feld stehen und ein Sieg weiterhin möglich ist. Zwar ging auch dieser Satz mit 19:25 an Aasee, doch die neu gewonnene Energie wurde in den vierten Durchgang mitgenommen.
Während Aasee gedanklich bereits auf einen 3:1-Erfolg zusteuerte, drehte Team #1 nochmals auf und machte deutlich, wer in der Knappenhölle zu Hause ist. Die Annahme stabilisierte sich zunehmend, wodurch das Zuspiel variabel verteilt und die Angriffe konsequent am Netz verwertet werden konnten. Zudem überzeugte Herten mit einer starken Blockarbeit. Insbesondere Mittelblockerin Gresa Arifi machte den Gegenrinnen das Leben schwer und setzte mit guter Antizipation und perfektem Timing einige Kill-Blocks. Bis zum 19:18 war der Satz ein kleiner Krimi, ehe Aasee einige Eigenfehler unterliefen und Herten auf 23:19 davonzog. Der Satz wurde schließlich mit 25:22 gewonnen und der Tie-Break war erreicht.
Bereits zum dritten Mal in Folge ging es für Team #1 in den fünften Satz. Hallensprecher Jürgen Pospiech sorgte über die gesamte Partie hinweg für beste Stimmung, die Knappenhalle war nun endgültig im Ausnahmezustand. Mit dieser Unterstützung im Rücken startete Herten furios: Aufschläge von Sarah Kuipers brachten eine schnelle 3:0-Führung und das nötige Selbstvertrauen. Geschlossen als Team überzeugte Team #1 noch einmal in allen Elementen. Von drei Matchbällen verwertete Herten den zweiten. Ein Aufschlagfehler von Aasee besiegelte den 15:12-Satzgewinn und damit den umjubelten 3:2-Erfolg.
Ein Spiel, das definitiv zu den Highlights der Saison zählt und noch etwas in Erinnerung bleiben wird.
Vielen Dank für die fantastische Unterstützung von den Rängen – beim nächsten Heimspiel gerne wieder!