Schon der erste Ballwechsel des Spiels sollte zeigen, was für ein intensives Spiel es zwischen der ersten Mannschaft des TuS und der SG Langenfeld werden sollte: ca. 30 Sekunden schenkten sich die beiden Teams nichts; mit dem besseren Ende für Langenfeld. Das Spiel entwickelte sich zu einem echten Krimi, dies aber mit dem besseren Ende für den TuS (3:2).

Der erste Satz war ein Kopf an Kopf Rennen. Geprägt wurde das Spiel durch starke Aufschlagserien auf beiden Seiten. Doch so stark die Aufschläge auch waren, gab es viele Eigenfehler sowohl im Aufschlag, wie auch in der Annahme. Der TuS wirkte zu Anfang ein wenig nervös, die Abstimmung in der Abwehr stimmte noch nicht ganz und auch im Block hatte Team #1 wenig Zugriff. Erst ab dem Spielstand von 19:19 konnte sich die SG Langenfeld ein wenig absetzen und sich den ersten Satz mit 22:25.

Im zweiten Satz rückte Elena Schmitz für den Neuzugang Brenda Malik auf die Außenposition, welche ihre Sache im ersten Satz jedoch gut gemacht hatte. Mit Stella Klatt für Gres Arifi kam noch ein Neuzugang aufs Feld, neben Kike Boss, die das ganze Spiel durchspielte. Direkt am Anfang des zweiten Satzes kam es dann zu einem kurzen Schockmoment. Nach einem Angriff verdrehte sich Stella Klatt das Knie und musste beim Stand von 2:4 verletzt ausgewechselt werden. Beim Stand von 2:5 nahm Trainer Florian Rieck eine Auszeit, die fruchtete: von 2:5 konnte Herten sich auf 10:8 absetzten. Die beiden langjährigen Regionalliga Teams schenkten sich jedoch nichts. Mal führte Langenfeld (13:15), dann kam Herten wieder ran und drehte das Spiel. Beim Stand von 18:18 gab es auf Hertener Seite den Doppelwechsel: Swantje Buse kam für Rebecca Laame, Joline Schlotmann für Sarah Kuipers. Dieser Wechsel war Gold wert. Durch starke Aufschläge von Swantje Buse und eine gute Ballverteilung sowie starke Angriffe von Joline Schlotmann und Elena Schmitz setzte Herten sich ab und konnte den Satz mit 25:21 für sich entscheiden.

Bereits zu Beginn des dritten Satzes lief Team #1 bis zum 15:15 die ganze Zeit einen 3 Punkte Rückstand hinterher. Zwar konnte Herten auf 15:15 ausgleichen, dieser Satz wurde jedoch durch die SG Langenfeld dominiert. Auch die Auszeiten und Wechsel von Trainer Rieck konnten daran nichts ändern. Mit 18:25 musste sich der TuS geschlagen geben.

Die Marschroute war somit klar: Herten wollte den vierten Satz und legte los wie die Feuerwehr. Tabea Taube rückte für Gresa Arifi in die Starting Six und machte ihre Sache hervorragend. Schon beim Stand von 13:9 hatte der Langenfelder Trainer beide Auszeiten genommen. Die zweite Auszeit zeigte Wirkung und Langenfeld drehte das Spiel auf 13:14. Beim Stand von 15:18 kam Brenda Malik für Joline Schlotmann auf der Diagonalposition. Die zweite Auszeit von Trainer Rieck beim Stand von 16:20 zeigte seine Wirkung. Durch eine starke Aufschlagserie von Elena Schmitz drehte Herten das Spiel und rettete sich mit 25:22 in den Tiebreak.

Team#1 war jetzt endgültig im Spiel angekommen: saubere Annahmen, gute Aufschläge, eine starke Block- und Feldabwehr ließen Langenfeld nicht richtig ins Spiel kommen. Über 3:2 auf 5:2 und 7:4 konnte Herten sich absetzen. Zwar kämpfte Langenfeld sich auf 7:7 heran und übernahm kurzzeitig die Führung (9:10). Davon ließ Team #1 sich jedoch nicht irritieren und übernahm mit starken Angriffen von Brenda Malik und Elena Schmitz das Zepter. Mit einem Hammerangriff setzte Joelle Pospiech den Schlusspunkt zum 15:11.

Somit sichert sich der TuS Herten die ersten beiden Punkte der Saison 25/26. Die Freude über den gelungenen Saisonauftakt war riesig und wurde gebührend mit dem Team und Helfern mit einer Pizza gefeiert. MVP wurden auf beiden Seiten die Zuspielerinnen Carina Zandt (Langenfeld) und Sarah Kuipers (Herten).

Nächste Woche Sonntag ist Team #1 um 17.00 Uhr beim RSV Borken II zu Gast. Borken musste sich im ersten Spiel gegen Saxonia Münster mit 1:3 geschlagen geben. 

Team #1 bedankt sich bei allen Fans, die gestern bei dem schönem Wetter den Weg in die Halle gefunden haben und uns so lautstark unterstützt haben!