„TuS für Herten“

6 Jahre, 6 Saisons, 1 Projekt – und nun? Unser TuS hat Bilanz gezogen. Team #1 schlägt mittlerweile seit drei Jahren in der Regionalliga auf, der Verein lebt Volleyball mit Leidenschaft und zieht mit seiner Philosophie national Aufmerksamkeit auf sich. Ist hier das Ende erreicht? Kommt es zum Stillstand? Klare Antwort: Nein! Einige Kreativ-Meetings und Brainstormings sorgen für neue Ansätze. Unser TuS sprudelt vor Ideen, die wir Euch nicht vorenthalten wollen. Maximale Transparenz, die Euch und Eure Vereine inspirieren soll.

Blogpost 2: Strukturwandel

13. Mai 2020, 19 Uhr. Wer ist dabei? Sandra Kowallek, Ferdi Stebner, Stefanie Herkelmann, Maike Weishaupt, Marvin Hansmann, Michael Böhm, Julia Spiekermann.

Elf Tage individuelles Brainstorming müssen reichen. Diesmal zu Gast in der orangenen Heimstätte des TuSschen Lieblingssenders RE-TV, hat das Team Zuwachs in Form eines objektiven „Projektkenners“ erhalten – Hausherr Michael Böhm ist mit an Bord. Nachdem das letzte Treffen zum einen viele Fragen hinterließ, steht auf der anderen Seite eines fest: Mit dem neuen Konzept soll Nachhaltigkeit in den Verein fließen, von der alle Mannschaften und Vereinsmitglieder erfasst werden. Oder geht der Gedanke gar über die Vereinsgrenze hinaus? Die Idee eines Hertener Netzwerks flammt auf – „TuS für Herten“ wird zum Leitansatz. In welcher Sparte diese Interaktion stattfinden wird, ob man sich spezialisiert in Richtung Gesundheit, Sozialer Arbeit, Sport usw., steht noch in den Sternen. Denn bevor zu weit gedacht wird und die Innovation dem „Unterbau“ des Vereins vorauseilt, muss die Basis der Nachhaltigkeit klar gegliedert werden; es erfordert eine Veränderung der vereinsinternen Netzwerke. Es gilt, nicht über das Ziel hinauszuschießen, sondern sich die derzeitige Situation zu Nutze zu machen, und Schritt für Schritt ein Fundament zu errichten, auf dem der Verein weiter wachsen kann. Dieser Ansatz soll mithilfe eines 2- (womöglich sogar 3-) Jahres-Plans in die Tat umgesetzt werden. Beginnend mit einem Strukturwandel in der ersten Periode, will der TuS daran arbeiten, sich auf jeder Ebene neu, nachhaltiger und effektiver zu organisieren; angefangen innerhalb der jeweiligen Mannschaften bis hin zu Führungspositionen wie dem Vorstand. Dabei vertritt der Verein stets den Gedanken der maximalen Transparenz, intern wie extern. So soll der Ansatz bereits in dieser ersten Phase mit den Partnern kommuniziert sowie erste Gespräche betreffend des zweiten innovativen/kreativen Jahres geführt werden. Denn nachdem der Grundstein gelegt wurde, kann mit dem Aufbau einer neuen Story rund um Volleyball, die im dritten Jahr weiter ausgebaut werden soll, begonnen werden: Der Hertener Netzwerk-Gedanke ist zurück im Spiel. Ein erstes, grobes Konzept liegt nun vor, fehlen noch Mitstreiter, die es unterstützen. Dazu müssen zwei der drei unten genannten Variablen ins Boot geholt werden: Vorstand und TultraS – Struktur und Stimmung, beide unersetzlich. Nächster Schritt: Ein halbtägiger Workshop mit wildem Ideenaustausch und zwischendurch – ein kleiner Mittagssnack.

Blogpost 1: Begin again

2. Mai 2020, 18 Uhr. Wer ist dabei? Sandra Kowallek, Ferdi Stebner, Stefanie Herkelmann, Maike Weishaupt, Marvin Hansmann, Julia Spiekermann.

Es war einmal des Präsis Garten: Aus den kleinen Schuhen der Grünanlage ist der Verein herausgewachsen, als Ideenschmiede dient vorläufig die Cafeteria der Knappenhölle. Hier treffen sich heute einige Vereinsmitglieder; da seit geraumer Zeit ein Virus kursiert, mit gebührendem Abstand. Corona zwingt die Gesellschaft zur Entschleunigung und erfordert Stagnation – Wirklich? Dieser Frage stellen sich die sieben kreativen TuS-Köpfe. Anlass des Gesprächs ist „Unser TuS“, so der Name des Projekts, das 2014 im besagten Garten des TuS-Präsidenten ins Leben gerufen wurde. Innerhalb von drei Jahren ging die Entwicklung des Vereins durch die Decke; vor allem sportlich. Doch laut offizieller Definition ist ein Projekt „ein zielgerichtetes, einmaliges Vorhaben mit Anfang- und Endtermin“. Man könne also meinen, nach drei Aufstiegen sowie dem Erreichen großer medialer Präsenz sei nun Schluss und der „Endtermin“ erreicht. Und jetzt? Stillstand und Stagnation? Den Status Quo halten und den Fokus vor allem auf Volleyball legen? Stebner, Kowallek & Co. kommen zu der Ansicht, dass diese Szenarien TuS Herten nicht gerecht werden. Zu groß ist das unterschwellige Potenzial, das Verein und Umgebung mit sich bringen. Doch um daraus Nutzen ziehen zu können, muss eine neue Geschichte geschrieben werden – eine Geschichte, in der alle mit an Bord geholt werden sollen. Man stelle sich diesen Ansatz wie das vier-Ringe-Logo einer bekannten deutschen Autofirma vor: In unserem Fall sind es drei unersetzliche Variablen, die miteinander konfluieren sollen – Vorstand, Projekt und TultraS. Doch sind die drei Bereiche bereit, gemeinsam einen neuen Weg einzuschlagen? Kann bereits in der Folgesaison eine große Entwicklung stattfinden oder sollte in der nächsten Spielzeit erst einmal das Fundament im Sinne von Strukturaufbau und -verbesserung gelegt werden? Eine Frage, die zum Nachdenken anregt und Folgetreffen dieser Art erfordert. Und so nutzt TuS Herten die Coronazeit, die neben erzwungener Entschleunigung auch Raum für Inspiration mit sich bringt, und macht aus dem Endtermin des einen Projekts, den Grundstein für ein neues (nachhaltiges) Konzept.